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Die Radierung (von lat.: radere = kratzen, wegnehmen, entfernen) ist eine Tiefdrucktechnik.
Das bedeutet, die druckenden Teile liegen tiefer als die nicht druckenden.
Zu unterscheiden sind Verfahren, die auf physikalischer Kaltverformung der Druckplatte beruhen (wie z.B. die Kaltnadelradierung, bei der die Zeichnung direkt mit einer Radiernadel oder einem Diamanten in die Platte eingegraben wird) und Verfahren, bei denen auf chemischem Wege (Ätzung) Material entfernt wird.
Ständige Experimente haben im Lauf der Zeit viele unterschiedliche Techniken hervorgebracht.
Meister wie Albrecht Dürer, Rembrandt, Rubens bedienten sich dieser Techniken zur künstlerischen Darstellung; E.L. Kirchner mit der Künstlervereinigung "Die Brücke" oder auch der Surrealist Max Ernst machten die Radierung mit neuen Themen und Inhalten zu einem Medium des 20. Jahrhunderts.
Die Europäische Kunstakademie vermittelt in Kursen und Workshops typische Techniken, die heute noch die Grundlage der Radierung bilden: Kaltnadel, Strichätzung, Vernis mous oder Aquatinta bis hin zu experimentellen Versuchen bei Ätzvorgängen und Druckverfahren.
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